Spezial: Corona: Forderungen
(Kurzfristige Forderungen, Solidarität mit dem Personal der lebensnotwendigen Infrastruktur)

Steckbrief zum Thema Corona: Forderungen / Kurzfristige Forderungen, Solidarität mit dem Personal der lebensnotwendigen Infrastruktur
Solidarität mit dem Personal der lebensnotwendigen Infrastruktur

Ausstattung mit ausreichend Schutzkleidung, regelmäßige Tests sowie Gefahrenzulagen für alle Berufe mit engem Menschenkontakt. Alle Tarifverträge in diesen Bereichen sind als allgemeinverbindlich zu erklären und eine sofortige Lohnerhöhung von 20% ist für alle entsprechenden Berufe durchzuführen!

Die Corona-Pandemie ist unter anderem deshalb so gefährlich, weil unser Gesundheitssystem schon seit langem - also schon vor der Pandemie - an der Grenze der Belastbarkeit steht. Aktuell kann die Gesundheitsversorgung nur unter erheblichen Gefahren für das Personal aufrechterhalten werden. Das gleiche gilt für andere Berufe, die engen Menschenkontakt erfordern: Kassiererinnen und Kassierer, Pädagogisches Personal, Polizei, öffentlicher Dienst und viele mehr. Schwülstige Worte für diese Menschen sind zu wenig. Es muss etwas unternommen werden, um all jene, die aus beruflichen Gründen mit vielen Menschen in Kontakt kommen, besser zu schützen. Dies gilt auch für alle Berufsgruppen, die für eine funktionierende Daseinsvorsorge elementar sind. Und für all diese Berufsgruppen gilt: Sie müssen besser entlohnt werden.

Auf Bundesebene sind die Möglichkeiten für allgemein verbindliche branchenweite Tarifverträge zu erweitern. Die Landesregierung muss wiederum dafür sorgen, dass öffentliche Aufträge nur noch an tarifgebundene Unternehmen vergeben werden - auch über die Corona-Ära hinaus. Denn die systemrelevanten Leistungsträger verdienen nicht nur Beifall, sondern deutlich mehr Geld auf dem Konto! 20% würden dabei nur den Lohnrückstand Deutschlands gegenüber anderen EU-Ländern gemessen an ihrer Produktivität ausgleichen. Nach Überwindung der aktuellen Krise ist zudem eine ernst zu nehmende Entlastung bei der Arbeitszeit anzustreben: 25 Stunden pro Woche sind aufgrund der hohen Belastungen und der Wichtigkeit der Berufe angemessen und können von einer überaus produktiven Gesellschaft umgesetzt werden.

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